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Kein Kopierschutz, kein DRM
FAQ: Lossy/Lossless
Was ist der Unterschied zwischen LOSSLESS- und LOSSY-Formaten?
Wird Musik oder anderes Tonmaterial auf dem Rechner gespeichert, so verbraucht es relativ viel Speicherplatz. Für 15 Minuten Tonmaterial werden so ca. 150MByte benötigt. Unkomprimierte Tondateien tragen unter Windows die Dateierweiterung (Teil des Namens hinter dem Punkt) .WAV.
Um Platz zu sparen können diese Dateien komprimiert (kleiner gemacht) werden. Dabei wird grundsätzlich zwischen verlustfreier (=lossless) und verlustbehafteter (=lossy) Komprimierung unterschieden.

Bei verlustfreier Komprimierung ist es möglich aus der komprimierten Datei wieder eine unkomprimierte Datei zu erstellen, die der originalen Datei exakt gleicht. Das am weitesten verbreitete Format für verlustfreie Komprimierung ist das FLAC-Format. FLAC steht dabei für Free Lossless Audio Codec. Dementsprechend lautet die Dateierweiterung ebenfalls .FLAC. Eine FLAC-Datei von 15 Minuten Länge verbraucht etwa 70MByte Speicherplatz. Die Platzersparnis einer FLAC-Datei gegenüber einer WAV-Datei beträgt also ungefähr 50%.
Um zu verstehen, wie eine solche Komprimierung funktioniert, hilft es sich die Zahl 123456789 vorzustellen. Wenn wir uns "Einhundertdreiundzwanzigmilliardenvierhundertsech sundfünfzigmillionessiebenhundertneunundachtzig" merken müssen, können wir uns zeitgleich nicht mehr viele andere Informationen merken. Merken wir uns stattdessen die Information "Die Zahl aus den Ziffern 1-9" merken, fällt uns das leichter und wir können uns zeitgleich noch andere Informationen merken. Wollen wir die Zahl später wieder aufschreiben, ist es kein Problem 123456789 zu Papier zu bringen. Also exakt die selbe Information, die wir als Ausgangsbasis hatten.

Bei verlustbehafteter Komprimierung ist es - wie der Name schon aussagt - nicht möglich die Originaldatei wieder herzustellen. Zwar ist es auch möglich verlustbehaftet komprimierte Dateien in eine WAV-Datei umzuwandeln, diese sind aber nicht indentisch mit der Originaldatei. Der Grund dafür ist, dass der Computer beim Komprimieren der Datei die Teile der Musik ignoriert, von denen er glaubt, dass sie vom menschlichen Gehör nicht wahrgenommen werden können. So können zum Beispiel sehr leise Geräusche vom menschlichen Gehör nicht (oder nur sehr schlecht) wahrgenommen werden, wenn sie unmittelbar auf ein sehr lautes Geräusch folgen.
Das bekannteste Format für verlustbehaftete Komprimierung ist MPEG-1 Audio Layer 3. Die Dateierweiterung für dieses Format ist .MP3, weshalb es kurz als MP3-Format bezeichnet wird. Eine 15 Minuten Lange MP3-Datei ist ca. 14-20MByte groß, benötigt als nur etwa 10% des Speicherplatzes, des eine unkomprimierte Datei braucht.
Bei den meisten Formaten für verlustbehaftete Kompression kann man verschiedene Bitraten auswählen, welche die Qualität der Dateien beeinflusst. Mit 128kbps komprimierte Dateien haben dabei eine Qualität, die von den meisten Menschen als "etwas besser, als von einer Kassette" beurteilt wird. Sobald die Musik mit 192kbps oder mehr komprimiert wird, könne die meisten Menschen keinen Unterschied mehr zur Originaldatei wahrnehmen. Mit steigender Bitrate wächst natürlich der Speicherplatzbedarf der Datei.


Ist der Unterschied zwischen Lossless- und Lossy-Dateien hörbar?
Auf diese Frage kann man mit einem klaren "Jein" antworten. Letztendlich kann diese Frage nur jeder für sich selbst beantworten. Als Faustregel gilt jedoch, dass bei einer mit 192kbps komprimierte Datei die allermeisten Menschen keinen Unterschied mehr zu unkomprimierter Musik bemerken.
Besonders bei Live-Mitschnitten aus dem Publikum geben dagegen viele Leute an, dass sie den Klang verlustbehafteter Dateien als wesentlich dumpfer empfinden, als es bei der unkomprimierten Datei der Fall ist.

Vielen Dank an Wazowski für dieses FAQ!